Klimafrühstück: Wie unser Essen das Klima beeinflusst

In Schrobenhausen luden am 14. September 2020 der Katholische Erwachsenenbildung im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen e.V. zusammen mit dem Katholischen Frauenbund zum gemeinsamen Klimafrühstück in den Pfarrsaal St. Jakob ein. Referentin Pia Winterholler vom Forum Plastikfreies Augsburg zeigte im interaktiven Vortrag, wie jede*r von uns durch bewusste Auswahl unserer Lebensmittel einen Beitrag zum Klimaschutz leisten kann.

Wie sehr der Klimawandel die Menschen beschäftigt, war gleich zu Beginn der Veranstaltung klar: Über 20 Teilnehmerinnen hatten sich angemeldet, um beim Klimafrühstück etwas über den Klimawandel und wie wir Menschen diesen beeinflussen, zu erfahren. Unter Beachtung sämtlicher Corona-Regeln nahmen die Teilnehmerinnen zuerst ein liebevoll zubereitetes Frühstück ein, während Pia Winterholler vom Forum Plastikfreies Augsburg den Workshop erklärte. Los ging es danach mit einer Einführung in die Begriffe Wetter & Klima, Treibhauseffekt, Klimawandel und Klimawandelfolgen. Doch beim Bildungsangebot „Das Klimafrühstück – Wie unser Essen das Klima beeinflusst“ steht vor allem die Partizipation der Teilnehmer*innen im Fokus. Anfassen, mitmachen, mitdenken, lautet die Devise. Und so durften die Teilnehmerinnen nicht nur einem Frontalvortrag lauschen, sondern selbst mit „anpacken“ und in corona-konformer Gruppenarbeit verschiedene Aufgaben zum Thema Essen und Klima bearbeiten. Dabei lernten die Teilnehmerinnen nicht nur, welche Auswirkungen die globale Lebensmittelproduktion auf Umwelt und Klima hat, sondern auch wie sich „Klimasünder“ im Supermarkt erkennen und vermeiden lassen. Ziel war vor allem zu erkennen, dass jede*r von uns selbst entscheidet, welche Lebensmittel im Einkaufswagen landen – oder eben nicht. Wer bewusst auswählt, kann mit jedem Einkauf Klima und Umwelt entlasten. Und schließlich wird nur das produziert, was am Ende auch gekauft wird.

Vier Kriterien sollen dabei helfen, Nahrungsmittel auf ihre Klimawirksamkeit hin einzuschätzen: Biologisch oder konventionell produziert, tierische oder nicht tierische Produkte, saisonale oder nicht saisonale Obst bzw. Gemüse und natürlich mit oder ohne Verpackung. Dabei geht es insbesondere auch um Plastik. In Deutschland entstehen pro Person und Jahr etwa 226,5 Kilogramm Verpackungsmüll. Ca. 38 Kilogramm entfallen davon alleine auf Plastik. Eine Menge, wenn man bedenkt, dass Plastikfolie & Co. kaum etwas wiegen. Einwegverpackungen, Essen-To- Go und Bequemlichkeit, also Fertigprodukte die oft in unsinnig kleinen Gebinden abgepackt sind, aber vor allem Unachtsamkeit beim Einkaufen sind die Hauptursachen für den Plastikwahn. Pia Winterholler zeigte, dass es jedoch zu jedem klimabelastenden Produkt wie z. B. verpacktem Obst und Gemüse, Fleisch und Wurst oder Erdbeeren aus Peru auch eine Alternative gibt. Es liegt also an uns, beim Einkaufen die richtigen Entscheidungen für Klima- und Umweltschutz zu treffen.

Das Bildungsangebot „Klimafrühstück“ wurde von der Kontaktstelle für Umwelt und Klima e. V. in Berlin entwickelt und bereits drei Mal von der Deutschen UNESCO-Kommission als offizielles UN- Dekadeprojekt ausgezeichnet. Es kann über die Umweltstation Augsburg und über das Forum Plastikfreies Augsburg für schulische und außerschulische Veranstaltungen gebucht werden.

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