Zero Waste City

Null Verschwendung in Augsburg


Seit durch Corona der Absatz von To-Go Mahlzeiten und Getränken immens gestiegen ist, wachsen die Müllberge durch Einweg-Verpackungen immer höher. Das hat das Thema Müllvermeidung in die breite Öffentlichkeit gerückt. Doch schon länger gibt es Bestrebungen die Müllmengen in den Städten zu senken. Das ist auch schon lange der Wunsch des Forums Plastikfrei. In der neuen schwarz-grünen Koalition ist dieser Wunsch nach weniger Müll da. Die Koalition im Augsburger Rathaus, hat sich dieses Ziel für ihre Regierungszeit auf den Fahnen geschrieben haben. Das nahmen wir zum Anlass, den jeweiligen Fraktionen das Konzept der Zero Waste Cities vorzustellen. 

Bereits Ende September besuchten Sylvia Schaab als Sprecherin des Forums und Martina Medrano von der Regio Augsburg Wirtschaft als Expertin für Ressourceneffizienz die Fraktion der CSU auf einer ihrer Sitzungen. Dort erzählten sie, was hinter dem Konzept einer Zero Waste Stadt steckt. Die Stadträtinnen und Stadträte der CSU zeigten sich sehr offen für dieses Konzept. Ebenso interessiert nahmen die Mitglieder der GRÜNEN Fraktion Ende Oktober das Konzept auf. Dort konnten die beiden Zero-Waste Expertinnen das Konzept online weitergeben und rege mit den Teilnehmer*innen diskutieren.

Der beste Müll ist der, der gar nicht erst entsteht.

Kernpunkt des Konzepts ist es Müll zu vermeiden oder zu recyceln. Denn es geht nicht um das utopische Ziel, gar keinen Müll mehr zu verursachen, sondern tatsächlich darum, keine Rohstoffe mehr zu verschwenden. Das englische Wort „Waste“ bedeutet in diesem Fall einfach nur „Verschwendung“. Und in diesem Sinne ist Augsburg bereits auf einem guten Weg. Hier gibt bereits viele Ansätze und Initiativen, die dafür sorgen, dass Ressourcen im Kreislauf gehalten werden oder Müll erst gar nicht entsteht.

Viele Initiativen stehen heute schon für Upcycling und Null Verschwendung

Neben dem Forum Plastikfrei sind das Initiativen wie der Arbeitskreis Papierwende, Second Hand Kaufhäuser wie Contact in Haunstetten oder der Sozialmarkt der Caritas, Repair Cafés oder Werkstätten wie der Werkraum oder das Habitat, geförderte Projekte wie Plasteco oder Regiocycle, die Beratungen zur Müllvermeidung der Abfallwirtschaftsbetriebe in Augsburg, Stadt und Land sowie Aichach-Friedberg. Und last but not least der Windelzuschuss, den junge Eltern in den drei Landkreisen beantragen können.

Von diesen Initiativen aus ist es nur ein kleiner Schritt, ein Konzept für eine Zero Waste City Augsburg zu machen und eine verbindliche Reduzierung der entstehenden Abfallmengen festzulegen. Da die Kommunen sowieso ein aktuelles Abfallvermeidungskonzept vorlegen müssen, steht diese Aufgabe sowieso an. Darum fordern wir den Stadtrat dazu auf, gleich den ganzen Weg zu gehen und durch die Anmeldung zur Zero Waste City alle Bürger*innen, Institutionen und Unternehmen auf diesen Weg mitzunehmen. Das ist ein wichtiger Schritt auf den Weg zu einer klimaneutralen und ressourcenschonenden Stadt.

Vereint zu weniger Müll

Wir als Forum Plastikfrei können die Stadt auf diesem Weg unterstützen. Wir sind Mitglied der Zero Waste Initiative Germany, die als Verein das weltweite Konzept der Zero Waste Cities auch hierzulande publik machen und deutsche Städte auf den Weg zu Null Verschwendung begleiten möchte. Bisher hat sich Kiel als erste Stadt Deutschland auf den Weg dahin gemacht, München will folgen und Berlin hat selbst schon eine Menge Massnahmen in diesem Bereich gestartet. Aktuell sind wir im regen Austausch mit Blue Pingu, die den Nürnberger Stadtrat von diesem Konzept überzeugen möchte.

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