PLASTIKFASTEN – 40 Tage bewusst nachhaltiger leben

Die Fastenzeit ist von jeher eine Zeit der Besinnung und des Verzichts. Daher eignen sich die 6 Wochen bis Ostern sehr gut, um das eigene Verhalten unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit unter die Lupe zu nehmen und bewusst auf Plastik zu verzichten.

Hier ein paar Tipps, um ins Plastikfasten zu kommen:

Sei vorbereitet!
Wenn du zum Einkaufen gehst, überlege vorher, was du brauchst und nimm entsprechende Behältnisse mit: Korb oder (Stoff)-Tasche, um den Einkauf heimzubringen. Wiederverwendbare Säckchen (zum Beispiel von naturtasche.de) für Obst und Gemüse, Dosen oder Gläser für Wurst oder Käse.

Sei mutig!
Trau dich, die Verkäuferin hinter der Theke zu bitten, dass sie Wurst, Fleisch und Käse in mitgebrachte Behältnisse füllt. Viele sind doch sehr verständig und entgegenkommend. Manchmal muss man hartnäckig sein und erst ein Bewusstsein schaffen, aber das kann ja nur von Vorteil sein. Meist dürfen die Verkäufer die Dosen nicht über die Theke nehmen, aber der Transfer auf der Theke klappt meist ganz gut. Da dies vor allem für Fleisch und Fisch gilt, sind Veganer klar im Vorteil!

Sei aufmerksam!
Schau dich beim Einkaufen im Supermarkt um. Vieles gibt es in Glas oder Papier statt in Plastik. Milch und Joghurt im Pfandglas sind zwar etwas teurer, dafür schmeckt man den Unterschied. Nudeln, Tiefkühlgemüse und Eis gibt es auch im Karton und eingelegtes Gemüse im Glas. Vieles Plastikverpacktes ist sowieso ungesund (Fertigprodukte, Snacks oder Süßigkeiten) oder nicht wirklich notwendig (flaschenweise spezialisierte Reinigungsmittel oder Pflegeprodukte). Schokolade gibt es auch unverpackt in Schokoladenläden, Kekse kann man lecker selbst backen.

Sei kreativ!
Die Umstellung auf ein plastikfreies Leben muss nicht teuer sein. Einfach alte Einmach- und Marmeladengläser sammeln und als Aufbewahrung verwenden. Die kann man auch gleich für einen unverpackten Einkauf auf dem Markt oder beim Feinkostladen nutzen. Vieles andere lässt sich auch upcyceln: So werden aus abgelegten T-Shirts oder Vorhängen Stoffbeutel für den Gemüse- oder Broteinkauf.

Mach’s einfach!
„Früher war alles besser….“ Naja, vielleicht war nicht alles besser, aber zumindest einfacher. Wasser aus der Leitung ist gut trinkbar und enthält weniger Rückstände als gekauftes Mineralwasser – in Glas- oder Edelstahlflaschen lässt es sich einfach transportieren und überall auffüllen.
Kaffee kann man in der Thermoskanne mitnehmen oder in einem wiederverwendbaren Becher unterwegs beim Lieblings-Kaffee-Dealer kaufen. Snacks, Wraps und Gemüse sind am besten in Brotzeitdosen aus Edelstahl aufgehoben. Und wer sein Essen-to-Go vom Asiaten möchte, holt es sich im eigenen Gefäß.

Sauber wird man auch mit Seife. Es gibt wunderbare Seifen für Haut und Haar in der Naturkosmetik-Abteilung von Drogerien oder auf Märkten.
Es gibt also keinen Grund angesichts des vielen Plastiks zu verzweifeln! Natürlich kann man sein Leben nicht in einer Woche umstellen. Jeder muss erst die für sich beste Lösung finden. Aber es gibt sie!

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