Workshop mit dem Freiwilligenzentrum: „Plastikfrei(er) leben. Wie geht das?

Eigentlich sollte es ein bunter Praxis-Workshop werden, den das Forum Plastikfrei gemeinsam mit dem Freiwilligenzentrum Augsburg für Oktober 2020 geplant hatte. Freiwillige Akteure aus Augsburg wollten sich mit Pia Winterholler und Eva Kampfmann in einem ganztägigen Programm dazu austauschen, wie man den Einstieg in ein plastikreduziertes Leben gestalten kann.

Im Fokus sollten Menschen mit Migrationshintergrund stehen. Denn viele Ehrenamtliche, die sich über das Freiwilligenzentrum engagieren, hatten einen langen Weg hinter sich, bevor sie in Augsburg einen sicheren Hafen für sich und ihre Familien finden konnten. Jede Kultur hat ihre eigenen Traditionen und Alltagsrituale, ihre typischen Rezepte und eben auch unterschiedliche Strategien, mit Problemem wie beispielsweise Plastikmüll umzugehen.

Jede*r lernt von jedem

Wo die einen noch nach Lösungen suchen, haben die anderen sie vielleicht schon gefunden oder ließen das Problem gar nicht erst entstehen. Jeder kann also von jedem lernen. Auf der anderen Seite verlangt das Einleben in einer neuen Stadt und Mentalität einem aber auch viel Kraft ab, sodass Themen wie Umweltschutz und Plastikvermeidung aufgrund anderer alltäglicher Herausforderungen nicht immer im Vordergrund stehen.

Umso größer war der Wunsch bei den Freiwilligen, sich mit dieser Thematik intensiv auseinanderzusetzen und so sollten sich an einen Impulsvortrag viele praktische Workshops anschließen, zum Beispiel die Herstellung von plastikfreier Kosmetik und Reinigungsmittel, plastikfreies Einkaufen und Kochen und das Aufzeigen der vielen verschiedenen Plastikalternativen im Haushalt. 

Doch aufgrund steigender Infektionszahlen musste das Aktivprogramm einem verkürzten Online-Vortrag weichen. Pia Winterholler erklärte sich bereit, dies zu übernehmen und den Workshop an den heimischen Laptop zu verlegen. Unter dem Titel „Plastikfrei(er) leben. Wie geht das?“ entwickelte sich trotz Kontaktbeschränkung ein reger digitaler Austausch unter den Teilnehmenden. Nach einem kurzen Einstiegsvideo und einer Selbstreflektion ging es um die Entstehungsgeschichte von Plastik, um die unvorstellbaren Mengen Plastikmüll, die seit der Erfindung der ersten Kunststoffe produziert wurde und in die Umwelt gelangten, aber natürlich auch darum, was man als Einzelperson oder Gruppe dazu beitragen kann, um die Plastikflut zu stoppen.

Intensiver Austausch ist auch digital möglich

Ein Plastik-Quiz sorgte für Spaß und Abwechslung und motivierte die Teilnehmer, aktiv zu werden. In einer 10-Minütigen Breakout-Session sollten sich die Freiwilligen eine Zukunft ohne Plastik ausmahlen und in kleinen Gruppen darüber nachdenken, wie sie selbst ihren Plastikverbrauch reduzieren könnten. Der Workshop schloss mit praktischen Tipps, wie der Einstieg in ein plastikreduziertes Leben gelingt: Klare Ziele setzen, kleine Schritte machen, mit anderen über das Thema sprechen und Mut haben, Neues ausprobieren.

Mit der Botschaft, dass jeder von uns einen wichtigen Beitrag für eine Zukunft ohne Plastikmüll beitragen kann verabschiedete sich unsere Referentin von den Zuhörern. Und da das Thema auf großes Interesse gestoßen ist, wird der ausgefallene Praxis-Workshop bei nächster Gelegenheit sicher nachgeholt. 

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