Flotte Cookies und Co: Beliebte Fertiggerichte einfach selber machen

Gerade wenn die Zeit knapp ist, sind viele von uns versucht, zu einem Fertiggericht zu greifen. Dabei fällt nicht nur viel unnötiger Müll an, oftmals enthalten diese Gerichte auch viele Zusatzstoffe und Unmengen an Salz und Zucker.

Der Grundsatz „Selber machen spart Plastik und Müll“ gilt ganz besonders bei Fertiggerichten. Denken wir doch nur mal an Cookies. Diese ruhen oftmals in einem Plastikschiffchen und sind dann noch mit viel Luft in einer Umverpackung. Eine Kekspackung hier, die Fertigpizza dort … gerade für Familien ist der Griff zu Fertigprodukten verführerisch einfach. Packung auf, Ofen an, Essen fertig. Die Kehrseite: ungesunde Zutaten und viel Müll! Doch es geht auch anders.

Bei unserem Stammtisch im Juni zeigten Heike Uhrig, Stammtischorganisatorin aus Schwabmünchen und Britta Deppermann, Inhaberin der Kinderküche Schwabmünchen und Veranstalterin vieler Kochkurse, wie man beliebte Fertigprodukte einfach selber macht – schnell, kostengünstig und müllfrei!

Fertigprodukte sind ungesund und teuer

Dabei stellten sie zahlreiche Fertigprodukte und deren Inhaltsstoffe vor. Viele Inhalts- und Konservierungsstoffe können sich negativ auf unsere Gesundheit auswirken. Dazu kommt der viele Zucker, der in den Produkten ist. Stattdessen kann man Kakao, Quetschis oder leckere Cookies, die in wenigen Minuten aufs Blech kommen und wunderbar schmecken, leicht selber machen!

Bei Fertigprodukten ist auch der Preisaspekt interessant. So kostet zum Beispiel eine Plastikflasche Saftschorle, die 1/3 Apfelsaft enthält, 75 Cent. Das macht einen Literpreis von etwa 7 Euro. Für diesen Preis gib es bereits einen ganzen Kasten guten Apfelsaft in Mehrwegfalschen.

Ein weiterer Aspekt bei Fertigprodukten ist die Zeit. Denn der Gang zum Supermarkt und der Griff zum Fertigprodukt ist nur vermeintlich schneller. Denn in der Zeit, in der ich zum Supermarkt oder zum Bäcker gegangen bin, sind die meisten Rezepte bereits zubereitet. Da gibt es zum Beispiel das Rezept für schnelle Brötchen, der in fünf Minuten zusammengerührt ist und dann im nicht vorgeheizten Backofen noch 20 Minuten zum Backen braucht. Ähnlich einfach und schnell geht das mit Pizzateig. Auch der kann ganz ohne gehen direkt in den kalten Ofen. Durch das langsame Anheizen geht der Teig gut auf.

Damit das gut gelingt, ist es wichtig die Grundzutaten in großer Menge zuhause zu haben. Das spart Einkaufszeit und Geld, wenn größere Gebinde zu einem günstigeren Preis erhältlich sind. Damit lassen sich dann auch stets leckerere Kuchen, Pudding oder Saucen leicht selbst machen. Die gibt es zwar zuhauf als Fertigmischungen in den Supermärkte, doch sparen sie wirklich Zeit? Schließlich muss man gerade bei Kuchen noch Butter und Eier zugeben – da kann man gleich alles selbst machen und weiß noch dazu, was wirklich drin ist. Selber machen spart also Müll, Ressourcen, Geld, ungesunde Zusatzstoffen und auch Zeit. Denn wir sparen uns um kurz vor 8 Uhr den Weg zum Supermarkt, wenn der Kühlschrank vermeintlich nichts mehr hergibt.

Die Zusammenfassung des Stammtisches findet ihr auf unserem YouTube-Kanal.

Hier ein paar Rezepte zum Ausprobieren. Weitere Rezepte findet ihr unter https://www.forum-plastikfrei.de/selbstgemachtes

Statt Aufbacksemmeln: Flotte Joghurt-Semmeln (10-12 Stück)

Alle feuchten Zutaten in einem kleinen Topf leicht erhitzen:

  • 150g Milch
  • 150g Wasser
  • 1 Würfel Hefe

Folgende Zutaten hinzufügen und zu einem glatten Teig kneten:

  • 150g Joghurt
  • 1,5 TL Salz
  • 1 Prise Zucker

Im nicht vorgeheizten Backofen ca. 25 – 30 Minuten backen!

Statt Palmöl-Kekse: Knusperkekse (ca.24 Stück)

Den Backofen auf 140 °C vorheizen.
75g Butter und 200g Blütenhonig oder Akazienhonig in einem kleinen Topf bei kleiner Flamme schmelzen. 

Folgende Zutaten in einer Schüssel mischen: 

  • 70g Haferflocken
  • 60g Kokosflocken
  • 25g Sesam
  • 130g Dinkelvollkornmehl
  • 1⁄2 TL Lebkuchengewürz oder Zimt
  • 1 TL Backpulver

Die Buttermasse hinzugießen und gut verrühren.
Mit zwei Teelöffeln kleine Häufchen abstechen und auf ein Backblech setzen. Löffel ab und zu in Wasser
tuchen, dann klebt er Teig nicht so sehr am Löffel.
Ca. 20 Minuten bei Heißluft backen – 10 Min. im abgeschalteten Backofen ruhen lassen.
Die Kekse sind anfangs noch weich – wenn sie abgekühlt sind, werden sie schön knusprig.

Literaturtipps:
„Einmachen“ von Laurence & Gilles Laurendon, AT Verlag „Weck-Einkochbuch“ Abt. Verlag
„Sehr gut haltbar machen“ Stiftung Warentest
„Zero Waste Küche“ von Sophia Hoffmann, ZS Verlag
„Selber machen statt kaufen“ 137 Alternativen zu Fertigprodukten,  smarticular Verlag
„Back mit mir!“ Süßes und Salziges backen und verzieren, DK Verlag
„Lunch im Glas“ von Cora Wetzstein, GU-Verlag
„Nimm’s mit: Transportable Gerichte für Büro, Schule & Picknick“, von Rose Marie Donhauser Stiftung Warentest

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